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                                    Neuigkeiten

130 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lindelbach

Theilheim - Zu einer gemeinsamen Übung der Jugendfeuerwehr trafen sich rund 70 Jugendfeuerwehrleute in Theilheim. An der Biogasanlage Wallrapp hatte Kreisjugendwart Dominik Olbrich zusammen mit der Jugendfeuerwehr Theilheim ein Übungsszenario aufgebaut, das von den einzelnen Jugendgruppen gelöst werden musste.

Bereitstellungsraum für die Jugendfeuerwehren aus Theilheim, Rottendorf, Gerbrunn, Randersacker und Lindelbach war die Jakobstalhalle in Theilheim. Von dort wurden die einzelnen Einsatzfahrzeuge von der Einsatzleitung, die vom Einsatzleitfahrzeug der UG-ÖEL unterstützt wurde, an die Übungsstelle abgerufen.

Als ersteintreffende Wehr mussten sich die Jugendlichen der Freiw. Feuerwehr Theilheim mit ihren erwachsenen Gruppenführern, Maschinisten und Betreuern um den angenommenen Brand des landwirtschaftlichen Anwesens kümmern. Hierzu wurde ein Erstangriff vom Löschwassertank der Löschgruppenfahrzeuge und eines stationären Löschwasserbehälters vorgenommen. Unterstützt wurden sie dabei von den Helfern der Feuerwehr Gerbrunn und Rottendorf.

Die Jugendlichen der Feuerwehren Randersacker und Lindelbach kümmerten sich um die Löschwasserförderung von einem Hydranten in der Ortschaft über eine lange Schlauchstrecke. Hierzu mussten 24 B-Schläuche zu einer 480 m langen Schlauchleitung verbunden und mit drei Pumpen das Löschwasser über einen Höhenunterschied von rund 20 m gefördert werden.

Wie bei allen Tätigkeiten wurde auch hier darauf geachtet, dass die jungen Feuerwehrleute nur nach den Bestimmungen der Unfallverhütungsvorschrift eingesetzt wurden und schweres Gerät nur von den erwachsenen Helfern der Feuerwehren zum Einsatz gebracht wurde.

Bei der Abschlussbesprechung dankte Kreisjugendwart Dominik Olbrich und Kommandant Thomas Müller den Jugendlichen für ihr Engagement und den erwachsenen Helfern für ihre Unterstützung. Besonders dankte man außerdem der Familie Wallrapp für die Bereitstellung ihres Betriebes als Übungsobjekt.

Erfolgreiche MTA-Ausbildung

23 neue junge motivierte Feuerwehrfrauen - und Männer bestehen erfolgreich das Basismodul der Modularen Truppausbildung.

Im Dezember 2016 begann für die Nachwuchskräfte der Feuerwehren Gerbrunn, Randersacker und Lindelbach die MTA (Grundausbildung).

Die Ausbilder Dominik Olbrich aus Gerbrunn, Marvin Schütz aus Randersacker und August Maisch aus Lindelbach konnten bis zum heutigen Prüfungstag, fast jeden Mittwoch und Samstag den Jugendlichen alles auf den zukünftigen Weg an Aufgaben einer Feuerwehr mitgeben. Von Brandbekämpfung, Fahrzeugkunde bis hin zur technischen Hilfeleistung stand so einiges auf dem Ausbildungsplan.

Die letzten Monate sind die Feuerwehren sehr positiv zusammen gewachsen. Bei jedem Ausbildungstermin herrschte eine tolle und hervorragende Zusammenarbeit.

Nach über 7 Monate Ausbildung war es heute schließlich soweit. Vor den Augen der Prüfer Kreisbrandinspektor Mathias Olbrich aus Oberpleichfeld, Kreisbrandmeister Marco Höhn aus Rottendorf und Kreisbrandmeister Ralf Geißler aus Maidbronn legten die Jugendlichen eine vorbildliche Prüfung ab. Aufgaben waren eine Einsatzübung, erklären von verschiedenen Gerätschaften und einer theoretischen Prüfung von 50 Fragen.

Kreisbrandinspektor Mathias Olbrich sprach am Ende der Prüfung sein großes Lob aus und bedankt sich bei allen Teilnehmern für Ihr Engagement bei der Feuerwehr. Anschließend bekamen die Teilnehmer ihr verdientes Zeugnis und dürfen ab sofort mit auf Einsätze fahren. Kaum ausgesprochen kam es für die Neulinge zur Feuertaufe.

Urplötzlich gingen die Funkwecker und der erste Einsatz kam schneller als erwartet. Brand eines Isolators an einem Stromast wurde gemeldet. So konnten Sie gleich die erste Einsatzerfahrung sammeln.

Ein ganz großer und besonderer Dank geht an die Ausbilder Dominik Olbrich, Marvin Schütz und August Maisch für Ihre Zeit und vorbildliche Ausbildung. Ein weiterer großer Dank geht an alle weiteren Ausbilder die in den letzten Monaten die Feuerwehren unterstützten. Danke auch an die Landkreisführung, Vertreter vom Rettungsdienst und PSNV für die Ausbildungen verschiedener Themen wie Digitalfunk, Verhalten an der Einsatzstelle, Physische und Psychische Belastung bei Einsätzen.

Als Belohnung und zum gemeinsamen Abschluss der MTA gibt es heute ein Grillfest für die Ausbilder und Prüflinge. Hier geht ein großer Danke an die Gemeinden Gerbrunn und Randersacker für die Kostenübernahme.

Wir wünschen den jungen Einsatzkräfte alles erdenklich gute für die Zukunft bei den Feuerwehren Gerbrunn, Randersacker und Lindelbach.

Text: Öffentlichkeitsarbeit Feuerwehr Gerbrunn

Bilder: Öffentlichkeitsarbeit Feuerwehr Gerbrunn und Lindelbach

Neue First Responder für die Landkreisfeuerwehren

Würzburg-Land - In insgesamt 82 Stunden lernten 17 Floriansjünger aus 14 Feuerwehren des Landkreises Würzburg das große Einmaleins der qualifizierten Ersten Hilfe, um in Zukunft bei Notfalleinsätzen adäquate Hilfe als First Responder am Mitmenschen leisten zu können.

Angeboten wurde der Lehrgang vom Fachbereich First Responder der Kreisbrandinspektion Würzburg. Die Lehrgangsorganisation hatte Kreisbrandrat Michael Reitzenstein in Zusammenarbeit mit Lehrgangsleiter Matthias Maag übernommen.

Das Ausbilderteam, bestehend aus Marion und Klaus-Peter Endres, Marlene Winkler, Peter Reuß, Martin Falger, Benni Schmidt, Sven Hoveling, Manuel Dill, Stefan Ott und Helmut Celina bereitete die Lehrgangsteilnehmer im Zeitraum von insgesamt rund zwei Monaten auf die umfangreiche Abschlussprüfung vor.

So wurde unter anderem der Aufbau des menschlichen Körpers, die verschiedensten Erkrankungen oder auch die Gefahren an Einsatzstellen vermittelt. Als Abschlussprüfung musste umfangreiches Theoriewissen in einem Fragebogen nachgewiesen werden und ein durch das Team der „Realistischen Unfalldarstellung" (RUD) des Kreisfeuerwehrverbandes Würzburg vorbereitetes Fallbeispiel erfolgreich bearbeitet werden.

Beim Lehrgangsabschluss dankte Kreisbrandrat Michael Reitzenstein allen Ausbildern und Verletztendarstellern für ihr Engagement. Insbesondere dankte er dem Lehrgangsleiter Matthias Maag für die organisatorische Arbeit. Den Teilnehmern gab er die Gedanken mit auf den Weg, dass der First Responder-Dienst ein wichtiger anspruchsvoller Dienst bei der Feuerwehr sei. Das Glücksgefühl, wenn einem nach einem Einsatz klar werde, dass man durch seinen Dienst Leben retten konnte, müsse immer den negativen Erlebnissen überwiegen.

Auch die Stressbewältigung nach schweren Einsätzen und ein Einblick in die Funktechnik der Feuerwehr standen auf dem Ausbildungsplan. Der Lehrgang fand als Wochenend- und Abendlehrgang im Feuerwehrzentrum des Landkreises in Klingholz statt. Die Teilnehmer kamen aus den Essfeld, Helmstadt, Hettstadt, Lindelbach, Neubrunn, Prosselsheim, Randersacker, Rottendorf, Röttingen, Sommerhausen, Sonderhofen, Waldbrunn, Winterhausen und Geroldshausen.

 

Das Konzept des "First Responder"

Ziel der First Responder (zu deutsch = Erst-Eintreffender) ist es, die Zeitspanne vom Eintritt eines medizinischen Notfalls bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes (Notarzt, Rettungswagen) zu überbrücken. Das heißt, dass bei Notfällen wie z.B. bewusstlosen Personen, Verkehrsunfällen, Herzinfarkt, Atemstörungen, starken Blutungen etc. besonders ausgebildete Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr ausrücken und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bereits mit lebenserhaltenden Maßnahmen beginnen.

Zu den wesentlichen Aufgaben gehören hierbei:

    ▪    Sicherung bzw. Wiederherstellung von Bewusstsein, Atmung und Kreislauf

    ▪    Wundversorgung

    ▪    Retten aus dem Gefahrenbereich

    ▪    Einweisen von ortsunkundigem Rettungspersonal

    ▪    Unterstützung des Rettungspersonals, z.B. vorbereiten von Infusionen und Intubation

    ▪    Mithilfe beim Transport des Patienten in den Rettungswagen

    ▪    Transport der Besatzung des Rettungshubschraubers zum Einsatzort

In der Praxis wird es so ablaufen, dass nach Eingang einer Notfallmeldung in der Integrierten Leistelle wie bisher der Rettungsdienst und ggf. der Notarzt zu diesem Notfall gerufen werden. Da die Anfahrt des Rettungsdienstes verkehrs- und witterungsbedingt unter Umständen einige Zeit in Anspruch nehmen kann, wird gleichzeitig auch die First Responder Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert. Da die örtlichen Hilfskräfte natürlich kürzere Anfahrtswege und gute Ortskenntnisse haben, werden sehr kurze Eintreffzeiten am Notfallort erreicht.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Helfer in der Regel bereits vier bis sechs Minuten vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes am Einsatzort waren, um wertvolle Hilfe zu leisten. Die First Responder der Freiwilligen Feuerwehren sehen sich keinesfalls als Konkurrenz zum öffentlichen Rettungsdienst, sondern vielmehr als Ergänzung des Rettungsdienstes, vor allen Dingen dann, wenn ein Patient aufgrund der Verkehrsverhältnisse oder der Entfernungen unter Umständen zu lange auf das Eintreffen professioneller Hilfe warten müsste.

Die Tätigkeit als First Responder ist freiwillig und stellt einen zusätzlichen Aufgabenbereich innerhalb der Feuerwehr dar. Alle Helfer unterliegen, genauso wie der öffentliche Rettungsdienst, der Schweigepflicht.

Text:Dieser Bericht beruht auf Informationen von Matthias Maag.

Foto: Nina Röding