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                                    Neuigkeiten

Einsatzübung der Feuerwehren und Sanitätsdienste

Lindelbach - Zu einer Brandnachschau wurde die Freiw. Feuerwehr Lindelbach in den Abendstunden des 26. April 2017 alarmiert. Bei einer Feier in einer Stallung eines landwirtschaftlichen Anwesens kam es aus unbekannter Ursache zu einer Verpuffung.

Dass es sich bei dieser Alarmierung um eine Einsatzübung handelte, konnte im ersten Moment kaum erkannt werden. Mit leistungsstarken Nebelmaschinen wurde künstlicher Brandrauch erzeugt, der durch offene Fenster und zwischen den Dachziegeln nach außen gedrungen ist. Rund 20 Verletztendarsteller, realitätsnah geschminkt, sorgten mit schauspielerischen Können für eine real wirkende Übungssituation. Einzig die zahlreichen Übungsbeobachter der Hilfsorganisationen und Feuerwehren und die fehlenden Flammen ließen die Einsatzkräfte erkennen, dass sie zu einer Übung alarmiert worden sind.

Der zweite Kommandant der Freiw. Feuerwehr Lindelbach, Michael Götz, der zur Erkundung als erster das landwirtschaftliche Anwesen in der eng bebauten Ortsmitte von Lindelbach betritt, wird mit einem Explosionsknall empfangen. Schlagartig hatte sich das „Feuer“ auf die Scheune ausgebreitet. Schnell wird ihm klar, dass Unterstützung gebraucht wird. Über die Übungsleitstelle werden die Feuerwehren aus Randersacker, Eibelstadt, Theilheim, Biebelried und Westheim nachalarmiert, die daraufhin mit knapp 80 Einsatzkräften und elf Einsatzfahrzeugen zur Unterstützung anfahren.

Parallel werden rund 80 Einsatzkräfte der Sanitätsorganisationen von Rotem Kreuz, Johanniter Unfallhilfe und Malteser Hilfsdienst mit sechs Notärzten und zahlreichen Rettungswägen zur Übung alarmiert.

Um das Feuer in Griff zu bekommen, muss von einem im Ort befindlichen Löschwasserteich eine Wasserförderung über eine 600m lange Schlauchtrecke aufgebaut werden. Im Innenangriff löschen 20 Atemschutzgeräteträger das Feuer und durchsuchen die verwinkelten Stallungen nach den 20 Verletztendarstellern.

Alle Mimen werden gerettet und von den Sanitätskräften gesichtet, erstversorgt und mit den bereitstehenden Fahrzeugen in die „Übungsklinik“ transportiert.

Nach einer kurzen Abschlussbesprechung mit den Gruppenführern der Feuerwehren und den Abschnittsleitern der Sanitätseinheiten, bei der auch kritische Anmerkungen gemacht wurden, zog Übungsleiter Kreisbrandmeister Marco Höhn, Kreisbrandinspektor Mathias Olbrich und BRK-Kreisbereitschaftsleiter Martin Falger ein positives Fazit und dankten allen Einsatzkräften für ihr Engagement. Hervorgehoben wurde insbesondere die gute Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren und den Sanitätseinsatzkräften.

Die Übung wurde von einem starken Medieninteresse begleitet, die von Fachbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit Dirk Wiesner betreut wurden.

Auch auf diesem Weg ein herzliches Dankeschön für die Berichterstattung der ehrenamtlichen Arbeit der Feuerwehren und Hilfsorganisationen.

Im Übungseinsatz:

  • Tragkraftspritzenfahrzeug – Wasser TSF-W – Lindelbach 46/1
  • Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 – Randersacker 40/1
  • Mehrzweckfahrzeug MZF – Randersacker 11/1
  • Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20 – Eibelstadt 40/1
  • Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 THL – Eibelstadt 42/1
  • Schlauchwagen SW 1000 – Eibelstadt 57/1
  • Lichtmast Eibelstadt
  • Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 THL – Theilheim 42/1
  • Tragkraftspritzenfahrzeug TSF – Westheim 44/1
  • Mehrzweckfahrzeug MZF – Rottendorf 11/1
  • Einsatzleitfahrzeug „Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung“ UG-ÖEL – Würzburg-Land 12/1
  • Fachbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit Dirk Wiesner
  • Kreisbrandmeister Marco Höhn - Würzburg-Land 3/3
  • Kreisbrandinspektor Mathias Olbrich - Würzburg-Land 3
  • zahlreiche Rettungswägen, Notarzteinsatzfahrzeuge und Mannschaftstransportwagen des Bayerischen Roten Kreuzes, der Johanniter Unfallhilfe und des Malteser Hilfsdienst
  • Medienvertreter des Bayerischen Rundfunks (Fernsehen), Funkhaus Würzburg (Radio Gong/Charivari), Mainpost Würzburg und Würzburg Erleben
 

Text und Fotos: Dirk Wiesner - Öffentlichkeitsarbeit KFV Würzburg

Prüfungstag "Modulare Truppausbildung"

Bergtheim – Zu einem Prüfungstag trafen sich 50 Männer und Frauen aus 11 verschiedenen Feuerwehren des Bereiches Nord/Ost der Kreisbrandinspektion Würzburg. Nachdem sich am Vormittag 38 Teilnehmer der Zwischenprüfung der Modularen Truppausbildung gestellt hatten, wurden am Nachmittag 12 Feuerwehrdienstleistende als Truppführer geprüft.

Durch die Einführung der „Modularen Truppausbildung“ (MTA) bei den bayerischen Feuerwehren wurde die Grundausbildung landesweit neu geordnet und aktualisiert. Die Zweiteilung in Truppmann- und Truppführerausbildung ist entfallen; die Kenntnisse und Fertigkeiten werden nun in einem Block vermittelt. Neuere Themen wie alternative Fahrzeugantriebe, Hygiene im Einsatz, Sichern gegen Absturz oder physische und psychische Belastungen im Einsatz wurden eingearbeitet und neue praxisorientierte Lernmethoden berücksichtigt. Zusätzlich wird der neue Digitalfunk geschult und ein Erste-Hilfe-Kurs angeboten.

Ein Großteil der Themen aus dem Basismodul werden im Inspektionsbereich Nord/Ost durch die Feuerwehren selbst ausgebildet. Einige Themen werden als Ausbildungsabende durch die Kreisbrandinspektion angeboten. Haben die Teilnehmer der Modularen Truppausbildung alle rund 15 Themenblöcke des Basismoduls besucht, können sie für die Zwischenprüfung, die mit der Qualifikation zum Truppmann endet, angemeldet werden.

38 Feuerwehrleute der Feuerwehren aus Bergtheim, Erbshausen-Sulzwiesen, Güntersleben, Kürnach, Maidbronn, Rieden, Rottendorf, Theilheim und Veitshöchheim haben in rund 110 Unterrichtseinheiten das kleine Einmaleins der Feuerwehr gelernt und sich erfolgreich der Prüfung zum Basismodul gestellt. Dafür mussten sie eine schriftliche Prüfung mit 50 Fragen bearbeiten und in der Gruppe einen Standard-Löschaufbau vornehmen.

Wird diese Prüfung erfolgreich abgelegt, sind die Teilnehmer berechtigt, am Modul „Ausbildungs- und Übungsdienst“ in den Feuerwehren teilzunehmen. Innerhalb von zwei Jahren vertiefen sie das Gelernte, nehmen an den Übungen ihrer Feuerwehr teil und sind berechtigt als Truppmann zu den Einsätzen auszurücken.

Diesen Ausbildungsabschnitt abgeschlossen, haben 12 Feuerwehrdienstleistende der Feuerwehren Bergtheim, Erbshausen-Sulzwiesen, Lindelbach und Mühlhausen und konnten sich somit der Truppführerprüfung stellen.

Auch diese Prüfung besteht aus einer schriftlichen Prüfung mit 50 Fragen, sowie zwei Einsatzübungen. Bei der Prüfung in Bergtheim musste ein Löschangriff unter erschwerten Bedingungen vorgetragen werden. Es wurde ein Brand im Schlauchturm des Feuerwehrhauses angenommen; es mussten somit Leitern vorgenommen und hierüber der Übungsbrand gelöscht werden.

In der Prüfungsaufgabe zur technischen Hilfe musste eine Person unter einem Auto befreit werden. Grundsätzlich wird bei der Prüfung mit eigenem Fahrzeug und Ausrüstung gearbeitet. Eine kleine Feuerwehr mit einfacherer Ausstattung muss mit ihren Mitteln erste qualifizierte Maßnahmen ausführen können bis im Ernstfall Verstärkung aus den Nachbarorten eintreffen würde.

Auch wenn bei den praktischen Prüfungen bei einigen Teilnehmern noch eine Steigerung ihrer Leistungen möglich ist, waren die Führungsdienstgrade, Kreisbrandinspektor Mathias Olbrich und die Kreisbrandmeister Ralf Geißler, Norbert Groschup, Marco Höhn und Axel Jung mit dem Leistungsstand und den Prüfungsergebnissen zufrieden. Zum Lehrgangsabschluss konnte allen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern zur bestandenen Prüfung gratuliert und das wohlverdiente Zeugnis überreicht werden.

Text und Bilder: Dirk Wiesner, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

Jugendfeuerwehr baut eigene Übungspuppe

Als die Jugendfeuerwehr Lindelbach im Sommer 2016 eine 24-Stunden Übung veranstalltete, wurde eine selbsgebaute Übungspuppe, die wir uns ausgeliehen hatten, eingesetz. Nach der Übung wünschten sich viele Jugendliche eine solche Puppe auch zu bauen. Dies stand nun im Februar 2017 der Bau einer Übungspuppe auf dem Plan.

Die Jugendlichen waren voller Tatendrang als sie sich zuerst einen Plan machen mussten und dann nach ihrem Plan die Puppe bauen durften. Das Ergebnis präsentieren die Jugendlichen stolz auf den Bildern. 

Text und Bilder: Öffentlichkeitsarbeit FFW Lindelbach

Das Wunder von Lindelbach

Während der Wintermonate mietete sich die lindelbacher Feuerwehr, wie auch die vergangenen Jahre, die Halle in Randersacker, um sich auf eines der größten Sport-Events unserer Zeit vorzubereiten.  Das Ortsturnier.

Noch nie zuvor hatten die Trainingseinheiten so viele Spieler wie in diesem Jahr angezogen. Im zwei Wochen Rhythmus spielten 39 Fußballer aus Lindelbach, Randersacker, Eibelstadt und anderen Ortschaften mit- und gegeneinander. Wegen dem großen Zuspruch vom letzten Jahr wurde auch wieder eine Weihnachtsfeier abgehalten.   

Als der zehn Mann starke Kader feststand, überlegte es sich eine Mannschaft aus unserer Gruppe noch einmal und zog kurzfristig aus Ehrfurcht  zurück. Zu Recht.

Nervenkitzel lag in der Luft, als am Morgen des 22. Januar 2017 sich die Hallentore öffneten und das Turnier begann. Die Motivation den dritten Titel in Folge zu holen, lies einen Spieler so heiß werden, dass er schon eine Stunde früher am Treffpunkt erschien.

Wir starteten gut ins Turnier und erschossen uns schon im ersten Spiel eine Freimaß.

Als wir im zweiten Spiel 0:2 hinten lagen, übertrafen wir uns selbst und feierten nach der Schulsssirene einen 3:2 Erfolg mit einem Weißwurstfrühstück.

 Uns war jetzt klar, dass uns kein Spiel mehr einfach so geschenkt werden würde. Auch die Zuschauer auf den Rängen, die uns die vergangen Jahre erlebt hatten, hatten sich gegen unsere Siegermentalität ausgesprochen und man empfand es fast so als würde der FC Bayern vor die gelbe Wand treten.     

Einmal war es allerdings noch notwendig den Turniersieg nach Hause zu fahren, um den Wanderpokal für immer zu behalten.

Wir erreichten das Halbfinale mit zwei weiteren Siegen und einer HUMBA. Jeffrey Karl und Ramon Schmitt dominierten durch ihr wahnsinniges Können, so sehr das ein Zuschauer nur mit dem Kopf schütteln konnte wenn er sie sah.

Das Halbfinale gewannen wir gegen die 1643 Rangers.

Zum Finale füllte sich die Tribüne. Wir wurden namentlich aufgerufen. Vor dem Anpfiff bildete die Mannschaft nochmal einen Kreis. Wir hatten uns einen Namen gemacht.  Auch wenn es für manche lächerlich war, wir hatten einen Traum. Wenn man zur Tribüne blickte und die Kinder an der Glasscheibe des Geländers kleben sah erinnerte sich der ein oder andere an sich selbst vor vielen Jahren.  Jetzt standen wir da.

Das Finale endete gegen die Randsäckra Buam 0:0.

Es ging ins Siebenmeter Schießen.

Wir mussten nur viermal antreten. Die Katze von Lindelbach, Norman Endreß werte zwei Schüsse mit Glanzparaden ab und holte für uns das Triple. Nach dem letzten Schuss wurde er mit völliger Euphorie unter seinen jubelnden Mitspielern begraben (Fleischberg).

Nach diesem Meilenstein in der Fußballgeschichte von Lindelbach geht eine Ära zu Ende. Der ewige Kampf nach dem Pott ist für viele vorbei. Tief im Hallenboden der Sportanlage steckt nun ein Pflock mit der Aufschrift Lindelbach der uns an diese drei wahnsinns Jahre erinnern wird.

 

Man schnappte in der Umkleidekabine den Satz auf „Der geilste Dreier meines Lebens!!“ 

Text und Bilder: Öffentlichkeitsarbeit FFW Lindelbach und Patrick Mahler